Sozialrecht unter Druck:
Mehr Fälle, weniger Fachanwälte, mehr KI

8. Juli 2026 | Hans Nakielski
Dieses Foto zeigt ein Smartphone. Auf dem Bildschirm ist die Benutzeroberfläche einer KI zu sehen mit dem Schriftzug: Wie kann ich dir helfen?

Foto: © picture alliance / dpa / Hendrik Schmidt

2025 haben in fast allen Bundesländern die Verfahren vor den Sozialgerichten erheblich zugenommen. Auch wegen der komplexen Thematik und den fortwährenden Gesetzesänderungen wächst der Bedarf an sozialrechtlicher Beratung seit Jahren. Doch die Zahl der Fachanwältinnen und Fachanwälte für Sozialrecht ist gesunken: um 4,2 Prozent gegenüber Anfang 2025 und sogar um fast 16 Prozent gegenüber Anfang 2020. Woran liegt das? Wie könnten mehr angehende Jurist:innen für das Sozialrecht gewonnen werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Rechtsanwältin und Fachanwältin für Arbeits- und Sozialrecht Deborah Batas im ersten Beitrag dieses Thema des Monats.

Auch wegen des Mangels an Fachanwält:innen und qualifizierter Beratung greifen viele Rechtsschutzsuchende zur digitalen Selbsthilfe. Sie lassen ihre Anträge und Schriftsätze an die Gerichte ausschließlich mit Künstlicher Intelligenz (KI) formulieren. Was folgt daraus für die Sozialgerichtsbarkeit? Wo liegen die Chancen und Gefahren des KI-Einsatzes bei den Gerichten? Diesen Fragen geht die Präsidentin des Bundessozialgerichts Christine Fuchsloch hier in einem exklusiven Beitrag für das Netzwerk Sozialrecht nach.


Beiträge und Dokumente zum Thema

Sozialrecht in der Klemme: Mehr Fälle, weniger Fachanwälte
von Deborah Batas

Wenn Frau Rechtsanwältin nicht will, frage ich halt Chat-GPT
Wie KI den Alltag in der Sozialgerichtsbarkeit verändert
von Christine Fuchsloch


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